911 Speedster

Geschichte | Technik | Details
Der erste 911 Speedster wurde im Modelljahr 1989 gebaut und hatte das schwere Erbe des legendären 356 Speedster anzutreten. Dieses in limitierter Stückzahl von 2.102 Einheiten gebaute Sondermodell war ein Cabrio mit verkürzter Frontscheibe und geänderter Dachkonstruktion, was es zu einem besonders luftigen Erlebnis machte.
Besonders markant ist dabei die Heckansicht der beiden "Höckern" des aus GFK gefertigten Heckdeckels.

Im Gegensatz zum 911 Cabrio besitzt der Speedster aber nur ein manuelles Notverdeck, welches auch nicht gefüttert ist. Um das der Kundschaft klar vor Augen zu führen, mussten alle Erstkäufer des 89er Speedsters eine Erklärung unterschreiben, dass sie die erhöhten Windgeräusche und die verminderte Wasserdichtheit des Verdecks im Vergleich zum Cabrio in Kauf nehmen.
Als Basis dient dafür das 911 Carrera 3.2 Cabrio im Turbo-Look. Dabei spendierte Porsche aber nicht nur die WTL-Karosserie sondern auch die fantastische Bremsanlage des Turbo. Es wurde auf die hinteren Sitze verzichtet, so das im Fahrzeugbrief auch nur zwei Sitzplätze eingetragen sind.
Der Speedster hat die sogenannte RS Austattung, was für das Modell 89 bedeutet, dass die Türverkleidungen als einfache, mit Kunstleder bezogenen Türtafeln ohne Ablagen, ohne elektrische Fensterheber und nur mit eine Lasche zum öffnen der Tür ausgerüstet sind. Ebenfalls wird auf eine Zentralveriegelung sowie die elektrische Spiegelverstellung verzichtet.
Einigen Modelle wurden jedoch von den Erstkäufern mit geänderter Ausstattung wie Beispielsweise den Turbositzen, Leder oder "normalen" Türverkleidungen bestellt. Auch finden sich einige Exemplare, die mit dem Turbo-Heckspoiler als Option bestellt (oder nachgerüstet) wurden.
Einige wenige Exemplare (171 Stück) davon wurden mit der schmalen Carrera Karosserie gebaut, diese erzielen heute auf dem Gebrauchtwagenmarkt Höchstpreise, wobei diese Modell aber nicht mit der Turbobremse ausgestattet wurden.
Der Neupreis lag 1989 bei 112.000,-- DM

