964 Speedster

Geschichte | Technik | Details
Im Jahr 1993 (Modelljahr 94) wurde der Speedster als eigenständiges Modell der 964er Reihe gebaut. Geplant waren ca. 3000 Stück, welche aber seinerzeit keinen Absatz fanden. Daher wurde die Produktion nach nur ca. 930 Stück eingestellt; 16 Speedster davon wurden mit Tiptronic und 14 als Rechtslenker ausgeliefert. Die seltenste Variante wäre daher die als Rechtslenker mit Tiptronic, wobei aber nicht bekannt ist ob es eine Solche gibt.
Der Speedster hat einen eigene Fahrgestellnummer, anhand dieser ist es relativ leicht herauszufinden, um welchen es sich dabei handelt.
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964 Speedster ROW: 96 Z RS 455 001 bis 96 Z RS 455 581
964 Speedster USA & Kanada: 96 Z RS 465 001 bis 96 Z RS 465 469
Es gibt widersprüchliche Angaben darüber, wie viele 964 Speedster letztendlich wirklich gebaut wurden. In verschiedenen Publikationen ist von 910 bis 930 die Rede, wenn man jedoch die Fahrgestell-Nummernkreise zusammenrechnet kommt man auf 1050. Eine endgültige Klärung steht daher noch aus.


Als Basis für den Speedster diente das 964 Carrera 2 Cabriolet. Im Gegensatz zum 911 Turbolook Speedster des Modelljahrs 1989 wurde dieses Modell von Porsche nur mit der schmalen Karosserieform gebaut. Bis dato unbestätigt ist, dass der Speedster zum Ende der Produktionszeit auch als Turbolook zu bestellen war.
Strossek bietet seinerzeit und bis heute für den Speedster ein Hardtop an, welches von Porsche nicht lieferbar war/ist.
Der Speedster wiegt trotz RS Sportsitze und diverser Gewichtserleichterung noch ca.1350 kg. Der Grund dafür ist, dass die Karosserie umfassend verstärkt wurde, wodurch sich eine hohe Verwindungsteifigkeit bemerkbar macht.
Anfangs war ein Airbag aus konstruktiven Gründen nicht lieferbar, da die flache Frontscheibe der Luftsackentfaltung nur ungenügenden Gegendruck bot. Durch leichte Modifikationen konnte er aber später angeboten werden. Auch der 964 Speedster hat die markanten Höcker des 89er Vorgängers. Das Verdeck wurde aber deutlich verbessert und muss nun nicht mehr Aufgeknöpft werden, auch ist es jetzt ziemlich wasserdicht. Da der Speedster hinten keine Sitze hat, ist er nur als Zweisitzer zugelassen.
Das Modell 964 wird mit der so genannten RS Austattung ausgeliefert. Das bedeutet, dass die Türverkleidungen ohne Ablagen und nur mit einer Lasche zum öffnen der Türen ausgerüstet sind. Ebenso wird auf eine Zentralverriegelung und die elektrische Spiegelverstellung verzichtet. Es gehören jedoch ABS, Klimaanlage, elektrische Fensterheber und ein Radio zur Serienausstattung.
Die meisten Speedster- Modelle wurden farblich angepasst und mit RS Sitzen von Recaro ausgeliefert. Die Rückenschale der RS Sitze wurde wie die Felgen (17" Typ Cup I) in Wagenfarbe lackiert sind (ausser bei den schwarzen Modellen, da sind die Felgen in Silber lackiert). Die farbliche Anpassung bedeute auch, dass der Schaltknauf, die Türschlaufen, die inneren Türgriffe, der Griff des Handbremshebels, die Sicherheitsgurte, sowie der Amaturenträgereinsatz in etwa der Farbe des Fahrzeugs entsprachen.


Anstatt der RS Schalensitze, konnte der Speedster aber auch mit den Turbossitzen in Leder (ohne Aufpreis) bestellt werden. Das Verdeck war ab Werk nur in Schwarz lieferbar. Prinzipiell waren aber wie bei Porsche seinerzeit üblich, auch individuelle Ausstattungsdetails möglich.
Der Neupreis lag 1993 bei 139.000,-- DM
Das war somit der vorerst letzte Porsche Speedster, denn von diesem Modell an wurde bis heute keine weiterere Speedster Baureihe mehr aufgelegt. Der Speedster gehört zu den Porsche Modellen, die in den letzten Jahren einen erheblichen Preisanstieg auf dem Gebrauchtwagenmarkt verzeichnen konnte.


